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Sport in Berlin / Sportanlagen in Berlin - Juliane Schenk im Gespräch

Juliane Schenk im Gespräch

Am 14.12. um 14 Uhr steht in der Badminton-Bundesliga das Spitzenspiel zwischen EBT Berlin und BC Beuel in Berlin an. Mit dabei ist auch wieder Juliane Schenk, die im Spiel am vergangenen Wochenende gegen Langenfeld noch aus gesundheitlichen Gründen pausieren musste.

Durch einige Lehrgänge bei der Bundeswehr wurde es in letzter Zeit etwas ruhiger um Juliane Schenk, die aber jetzt wieder angreift und in deren Umfeld sich auch einiges getan hat.

Liebe Juliane, danke, dass du dir ein wenig Zeit für die Beantwortung unserer Fragen nimmst. Wir freuen uns schon auf deinen Einsatz gegen Beuel. Vor Kurzem wurde bekannt, dass du in Zukunft mit VICTOR zusammenarbeiten wirst. Wie kam es dazu und was erhoffst du dir vom neuen Partner?


Ja es ist richtig, dass ich ab 1.12.08 einen Vertrag mit der Firma Victor für eine Zusammenarbeit geschlossen habe. Ich möchte es jedoch nicht versäumen mich an dieser Stelle noch einmal bei der Firma Yonex recht herzlich für die über Jahre erfolgreiche Unterstützung zu bedanken. In Deutschland gibt es sicher keine Firma, die in der Breite mit so viel Einsatz und Willen ihren Beitrag für die Entwicklung des Badminton Sport einbringt. Letztlich habe ich es auch dieser Firma mit zu verdanken, dass ich meinen Sport ausüben konnte. Es ist nun aber auch an der Zeit gewesen, mir darüber Gedanken zu machen, mit welchem Partner ich in Zukunft meine Vorstellungen in Bezug auf die Präsentation meiner Person in der Öffentlichkeit am besten realisieren kann. Mit der Firma Victor glaube habe ich eine Firma gefunden, die mit ihrem Team meinen Vorstellungen am nächsten gekommen ist.

Neben den vielen Aktivitäten im Sport und bei der Bundeswehr kommen auch auf Spitzensportler im Badminton mittlerweile sehr viele Aufgaben zu. Wir denken dabei an vertragliche Angelegenheiten etc. Wie bekommt man das alles unter einen Hut?


Ja es ist richtig. Wenn man Spitzensport betreiben will, ist es mittlerweile Gang und Gebe, sein Umfeld so zu organisieren, dass neben der Unterstützung aus dem Verein, von Freunden aber auch aus dem familiären Bereich, eine professionelle Unterstützung gewährleistet ist. Hier soll nur an die doch recht langwierigen Verhandlungen erinnert werden, die nach den Olympischen Spielen notwendig geworden sind, einen geeigneten Ausstatter zu finden. Hier arbeite ich mit der Firma Ceck it out Fitness Sport aus Berlin bereits schon einen längeren Zeitraum zusammen. Diese Firma hat auch schon in der Vergangenheit einzelne Projekte mit dem DBV für Spitzenspieler realisiert. Sie übernimmt vor allem einen Teil der vielen kleinen, scheinbar unbedeutenden Aufgaben und löst diese für mich damit ich mich voll auf meinen Sport konzentrieren kann. Darüber hinaus werden auch über diese Firma eine Reihe von Projekten finanziert.

In vielen anderen Sportarten ist es längst Gang und Gebe, dass im mentalen Bereich viel gearbeitet wird. Auch du arbeitest schon lange mit einem Fachmann zusammen. Kannst du uns darüber etwas erzählen und für wie wichtig hältst du diesen Bereich für Badmintonsportler?

Bereits seit drei Jahren arbeite ich mit Herrn Kompodietas von der Firma BRAIN activity aus Bielefeld im mentalen Coaching zusammen. Mittlerweile möchte ich diese Zusammenarbeit nicht mehr missen. Gerade im Hochleistungssport sind es die kleinen Prozente, die man benötigt, um letztlich als Sieger vom Platz zu gehen. Sowohl das in der Praxis als auch in der Theorie vermittelte Wissen hat mich in meiner Entwicklung positiv beeinflusst. Übrigens betreut Herr Kopodietas auch eine Reihe von Bundesliga -und Nationalspielern im Fußball. In der Zukunft werde ich diese Zusammenarbeit sicher forcieren und möglicherweise auch zu wichtigen Wettkämpfen von der Anwesenheit meines Coaches Gebrauch machen.

Vor einer Weile haben wir deine Mannschaftskollegin Nicole Grether interviewt. Sie sagte, dass sie sich sicher sei, ohne Verletzungspech am Ende der Saison den Meistertitel holen zu können. Was meinst du dazu und wie schätzt du den aktuellen Tabellenführer und Gegner vom Sonntag ein?

Wir sehen ja den Verlauf der diesjährigen DM besonders bei unserer Mannschaft. Von der Papierform haben wir sicher eines der stärksten Teams zusammen, aber was nützt dies, wenn nicht zu jedem Spieltag alle Spieler zur Verfügung stehen? Sicher haben auch die anderen Vereine mit diesem Problem zu tun. Dennoch glaube ich, dass es besonders wichtig für jeden Vereinsspieler sein sollte, seine Wettkämpfe so zu planen, dass man möglichst bei allen Meisterschaftsspielen für sein Verein zur Verfügung steht. Letztlich tut der Verein mit seinen begrenzten Möglichkeiten alles dafür, dass seine Vereinsspieler trainieren und international spielen können. Aber auch die vielen Fans haben ein Recht, ihre Spieler bei den Bundesligaspielen spielen zu sehen. Die Bundesligaspiele bieten zu dem auch für unsere Spieler immer wieder die Gelegenheit gegen international erfolgreiche Spieler ihre Wettkämpfe zu bestreiten. Unser Gegner am Sonntag spielt über Jahre eine hervorragende Rolle bei den DM, hier darüber weiter noch Worte verlieren zu müssen, erübrigt sich schon. Für uns gilt es jedenfalls am Sonntag eine Top-, vor allem geschlossene Mannschaftsleistung abzurufen, um möglichst schnell einen gesicherten Platz für die Play off Runde zu erreichen. Ich möchte mich trotz meiner längeren Abwesenheit vom Badminton Training – Bundeswehrlehrgang – schnell wieder in Bestform präsentieren und hoffe, schon am Sonntag diesem Ziel sehr nahe zu kommen.

Noch eine allgemeine Frage zum Abschluss, die besonders für die sportfremden Leser interessant ist. Wie bist du zum Badminton gekommen und was macht diesen Sport für dich so faszinierend, dass du dabei geblieben bist und Profi wurdest?

Ich spiele schon seit frühster Kindheit Badminton, wohin mich eigentlich meine Eltern gebracht haben. Es ist aber nicht so, dass es für mich nur den Badmintonsport gab. Ich habe mich schon für viele Sportarten interessiert und auch ausprobiert. Durch die Unterstützung meiner Familie und später dann auch über den Badminton Verband habe ich meine Liebe zum Badminton gefunden. Fasziniert hat mich schon immer die Vielseitigkeit, die man benötigt, um überhaupt Badminton auf hohem Niveau zu spielen. Badminton ist wohl eine der schnellsten Schlagsportarten, die es gibt. Aber auch für den Vereins - und Hobbyspieler ist Badminton so begeisterungsfähig, weil es in seiner Art und Regeln auch durch diese auf mittleren oder hohem Niveau zu spielen ist.

Vielen Dank für das Interview und alles Gute bei den anstehenden Herausforderungen.
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