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Sport in Berlin / Sportanlagen in Berlin - Marc Zwiebler vom 1. BC Beuel im Gespräch

Marc Zwiebler vom 1. BC Beuel im Gespräch

Marc Zwiebler vom 1. BC Beuel spielt derzeit eine sehr gute Saison. Nach guten Ergebnissen in der Bundesliga konnte er zuletzt bei den All England Open bis ins Achtelfinale vorstoßen.

Auf dem Weg dorthin konnte der 25-Jährige u.a. den Weltklassespieler Boonsak Ponsana schlagen. Zwiebler redete mit www.racketsportler.de über die All England Open, Angebote aus dem Ausland und das anstehende Halbfinale gegen EBT Berlin.

Hallo Marc, Gratulation zum Sieg bei den All England Open gegen Boonsak Ponsana. Das war ja ein richtig knappes Spiel am Ende. Wie hast du das Spiel erlebt? Hattest du schon Erfahrungen gegen den Spieler gemacht?

Danke! Ich habe im letzten Jahr zweimal gegen Boonsak gespielt und beide Male in zwei Sätzen verloren. Dazu hatte ich mir zwei Wochen vor dem Turnier die Kapsel meines Daumens geprellt, so dass ich mir nur wenig Chancen ausgerechnet habe. Aber weil ich keine Erwartungen hatte, konnte ich locker und ohne Druck aufspielen und spielte ein sehr gutes und konzentriertes Match. Ich habe mich riesig gefreut, weil ich merke, dass ich in guter Form selbst absolute Weltklassespieler schlagen kann.

In der Bundesliga hast du einen fabelhaften Saisonverlauf hinter dir. Ihr habt die Vorrunde auf dem ersten Platz beendet und du hast nur zwei Einzel verloren. Jetzt geht es jedoch in den Playoffs erst ans Eingemachte. Freust du dich auf das Duell mit EBT Berlin und wen hältst du für den Favoriten?

Natürlich sind die Playoffs immer etwas besonderes und ich freue mich sehr auf die Begegnungen. Ich denke Berlin ist absoluter Favorit, nicht nur gegen uns, sondern auch für die Meisterschaft. Aber wir werden unser Bestes geben, um die Begegnung offen zu halten und vielleicht schaffen wir ja eine kleine Sensation.

Eine viel zu lange Zeit warst du durch etliche Verletzungen außer Kraft gesetzt. Bist du eigentlich mittlerweile komplett beschwerdefrei und können wir uns noch auf viele Highlights wie bei den Olympischen Spielen 2008 von dir freuen?

Ja, ich war über 1 1/2 Jahre wegen eines Bandscheibenvorfalls komplett außer Gefecht gesetzt. Ich hatte auch schon mit Leistungssport aufgehört und mit einem Comeback wie 2008 überhaupt nicht gerechnet. Es zwickt ab und zu noch ein wenig im Rücken, aber ansonsten geht es mir gesundheitlich sehr gut.

Es wurde zwischendurch immer mal wieder von großen Angeboten aus der dänischen Liga gemunkelt. Wie ist das bei dir? Bleibst du weiterhin der Bundesliga und deinem Heimatverein treu?

Natürlich bekommt man als Spieler viele Angebote, auch aus dem Ausland. Einige davon waren auch deutlich besser dotiert als mein derzeitiger Vertrag. Allerdings spiele ich bei meinem Heimatverein 1. BC Beuel schon seit 20 Jahren und ich habe dem Verein meine sportliche Entwicklung zu verdanken. Deswegen bin ich bereit, dem Verein und der Bonner Region treu zu bleiben und so etwas von der Förderung zurückzugeben.

Hier in Berlin jagt ein Badmintonhöhepunkt den nächsten. Vor kurzem waren die German Juniors und dann folgt das Halbfinalrückspiel von EBT Berlin gegen Beuel. Wie kam es eigentlich dazu, dass Bonn erst das Heimrecht gewählt hat?

Da Berlin in unseren Augen schon der Favorit ist, werden wir versuchen, am Samstag in eigener Halle einen guten Start hinzulegen. Die Berliner Halle ist nicht so einfach zu spielen und wir wollten vermeiden, Sonntags in eigener Halle einen Rückstand aufholen zu müssen.

Vielen Dank für das Interview. Wir drücken dir für die kommenden Herausforderungen die Daumen und hoffen, dass du den deutschen Badmintonsport im Herreneinzel weiterhin so gut präsentieren kannst. Alles Gute!

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